Das Konto fürs Baby – Vorteile, Tipps und Angebote

Ohne Zweifel – die Geburt eines Kindes ist eines der größten Wunder und schönsten Erlebnisse im Leben. Mit dem neuen Alltag samt Baby stellt man sich als Mutter und Vater jedoch auch die Frage der finanziellen Absicherung des Kindes.

Schließlich stehen dem jungen Leben noch viele Dinge bevor – von Kindergarten, über Schwimmkurs, Sport im Verein, Klassenfahrten, bis hin zum Auslandsjahr nach der Schule, der Führerschein oder die erste eigene Wohnung. All das muss auch bezahlt werden.

Viele junge Eltern gehen die Sache daher sehr praktisch an. Verknüpfen bereits kurz nach der Geburt des Babys das Praktische mit dem Nützlichen und eröffnen ein Konto fürs Baby.

Der Grundgedanke dahinter ist meist, dass das Baby Konto als Sparkonto für das Kind genutzt wird. Statt teurer Geschenke, die in wenigen Monaten oder Jahren für das Kind nicht mehr nützlich oder interessant sind, werden Verwandschaft, Freunde und Bekannte gebeten, lieber einen Sparbetrag auf das Konto des Babys zu überweisen.

Ehrlicherweise muss man ja auch dazu sagen, dass Babys und Kinder von der Geburt bis zum ca. 3. Lebensjahr auch nicht unbedingt realisieren und einschätzen können, ob und wie viele Geschenke sie bekommen und mit einer hohen Menge an Geschenken oft auch überfordert sind.

Damit ist ein Baby Konto oft eine für Eltern und Kind mittel- und langfristig viel nützlichere Alternative.

Welche Konten es für Babys gibt und wo Unterschiede und Gemeinsamkeiten zum Baby Sparbuch liegen, möchten wir hier zeigen.

Baby Sparbuch vs. Baby Konto – oder Kinderkonto?

Ein Kinderkonto fürs Baby – geht das?

Für Babys bzw. Kinder gibt es unterschiedliche Finanz- und Sparprodukte, die von Banken angeboten werden. Auf der einen Seite haben wir die Kinderkonten, die einem Girokonto in Umfang und Funktion sehr ähnlich sind.

Solche Kinderkonten kommen für Neugeborene, Babys und Kleinkinder jedoch nicht in Frage, da sie einerseits meist erst ab dem 7. Lebensjahr eröffnet werden können. Andererseits bieten sie in den meisten Fällen keinen oder einen nur sehr geringen Zinssatz für Sparguthaben an.

Wenn Sie für Ihr Kind also regelmäßig sparen wollen oder Geldgeschenke für das Kind auf einem Konto sammeln wollen, eignet sich ein typisches Kinderkonto nicht.

Das Baby Sparbuch – ist das noch sinnvoll?

Bayb SparbuchBleiben die Varianten Baby Sparbuch oder „Baby Konto“.

Ein Baby Sparbuch ist die traditionelle und bekannte Variante des Sparens. Hierfür beantragt man meist bei der Bank vor Ort ein Sparbuch für das Baby. Darauf erhält man einen bestimmten Zinssatz, der mittlerweile ziemlich niedrig ist.

Das Problem bei den meisten Baby Sparbüchern: Geld kann oft nur bar eingezahlt oder ausgezahlt werden. Außerdem muss man dazu immer an den Schalter der jeweiligen Bank.

Das bedeutet, man ist einerseits auf die Öffnungszeiten der Bank angewiesen, aber auch auf das lokale Banken-Angebot.

Im Vergleich zur Variante des Baby Kontos in Form eines Tagesgeldkontos macht die Eröffnung eines Baby Sparbuchs kaum noch Sinn – zumindest aus finanzieller und praktischer Sicht.

Baby Konten – praktische Tagesgeldkonten für flexibles Sparen

Was früher das Sparbuch war, ist heute das Tagegeldkonto – auch für Babys. Tagesgeldkonten vereinen eine praktische Nutzbarkeit mit einer flexiblen Sparweise und bieten im Vergleich mit den benannten Sparprodukten für Babys und Kinder häufig noch den besten Zins – trotz des aktuellen Niedrigzinsniveaus.

Baby Konten in Form von Tagesgeldkonten zeichnen sich vor allem durch folgende Vorteile aus:

  • Es kann flexibel gespart werden. Man ist nicht an bestimmte Beträge je Monat gebunden.
  • Transaktionen sind per Online Banking möglich.
  • Tagesgeldkonten bieten häufig bessere Guthaben-Zinsen als Baby Sparbücher.
  • Sparbeträge können auch von Verwandten und Freunden überwiesen werden (meist müssen hierzu lediglich Referenzkonten angelegt werden)
  • Man kann Tagesgeldkonten für Babys flexibel wechseln – je nachdem, wo derzeit der beste Zins angeboten wird.
  • Guthaben sind flexibel auszahlbar. Beispielsweise wenn eine größere Anschaffung für das Kind ansteht.

Baby Konto-Angebote / Tagesgeldkonten für Babys im Vergleich

Die nachfolgende Auflistung verschiedener Tagesgeldkonten zeigt Ihnen aktuelle Konten, die auch als Tagesgeldkonto für Minderjährige (und somit auch Babys und Kinder) eröffnet werden können.

Nach aktuellem Stand ist nach unseren Recherchen das Tagesgeldkonto der Consorsbank das attraktivste Angebot mit 0,60% Zinsen p.a. und einer Zinsgarantie von 12 Monaten ab Konto-Eröffnung.

Dass das Tagesgeldkonto jeweils für einen Minderjährigen eröffnet wird, können Sie in der Regel direkt im Online-Antrag angeben bzw. das Kind als Kontoinhaber eintragen lassen.

Bank Zins f. Neukunden p.a.
(Stand 04/2017)
Besonderheiten
(Stand 04/2017)
Zur Bank
Consorsbank Tagesgeld Kind und Baby
0,80 % Zinsgarantie 6 Monate ab Eröffnung
Zinsgarantie erweiterbar auf 12 Monate
Zins gilt für max. 25.000 €
gesetzl. Einlagensicherung bis 100.000 €
Zinsgutschrift quartalsweise
Baby Konto Tagesgeld
0,20% Zinsgarantie 3 Monate ab Eröffnung
Zins gilt für max. 20.000 €
gesetzl. Einlagensicherung bis 100.000 €
Zinsgutschrift jährlich
Mercedes Benz Bank Kind und Baby
0,20 % gesetzl. Einlagensicherung bis 100.000 €
Zinsgutschrift monatlich
Norisbank Tagesgeld Kind und Baby
0,10 % gesetzl. Einlagensicherung bis 100.000 €
Zinsgutschrift quartalsweise
comdirect Baby Konto
0,01 % gesetzl. Einlagensicherung bis 100.000 €
Zins gilt für max. 50.000 €
Zinsgutschrift quartalsweise
Eröffnung als JuniorTagesgeld

Mit dem Baby-Konto clever sparen – den Steuer-Freibetrag für Kinder nutzen

Natürlich unterliegen auch Babys und Kinder steuerlichen Vorschriften, die Eltern bei der Anlage und dem Sparen von Geld beachten müssen.

Legen Eltern Geld für das Kind an – wie es bei einem Tagesgeldkonto beispielsweise der Fall ist – müssen die Zinseinnahmen versteuert werden. Denn Zinseinnahmen sind Kapitalerträge. Und auf Kapitalerträge sind Steuern an das Finanzamt abzuführen.

Doch keine Sorge. Auch für Kinder gilt ein Steuerfreibetrag. Dieser beträgt jährlich 801 Euro. Das bedeutet, dass Zinseinnahmen, die jährlich über dem Betrag von 801 Euro liegen, versteuert werden müssen.

Um den Steuerfreibetrag nutzen zu können, müssen Sie der jeweiligen Bank lediglich einen sogenannten Freistellungsauftrag erteilen. Dann werden die Steuern auf Kapitalerträge jährlich erst ab diesem Betrag an das Finanzamt abgeführt.

Kleiner Tipp: wenn Sie mehrere Konten für Ihr Kind eröffnet haben, können Sie den Freibetrag von 801 Euro jährlich auch auf mehrere Konten aufteilen.

Alle Konten zum Thema Baby aus unseren Detail-Berichten

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